Über uns

Die Münsinger Projektgruppe «Sorgende Gemeinschaft» setzt sich gegenwärtig aus Vertretungen des Gemeinderats, des Vereins gegenseitige Hilfe, des Seniorenrats sowie der Spitex AareGürbetal und der reformierten Kirchgemeinde zusammen. Der Prozess wird von der Berner Fachhochschule im Rahmen des partizipativen Forschungsprojekts CareComLabs mitgestaltet und begleitet.

Wie es dazu kam...

Juni 2019 – Ans Thema herantasten

Die Spitex AareGürbetal veranstaltet gemeinsam mit der Careum Hochschule Gesundheit eine Informationsveranstaltung zum Thema «Sorgende Gemeinschaften». Gemeinderätin Gabriela Krebs nimmt gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Vereins gegenseitige Hilfe und des Seniorenrats an der Veranstaltung teil.

 

Oktober 2019 – Der Startschuss

Die Alterskonferenz bekräftigt die Stossrichtung des Gemeinderats, sich am Projekt «CareComLabs» zu beteiligen. Damit begibt sie sich auf den Weg in Richtung Auf- und Ausbau einer Sorgenden Gemeinde.

 

Februar 2020 – Erstes Treffen der Projektgruppe

In der vom Gemeinderat neu ins Leben gerufenen Projektgruppe «Sorgende Gemeinschaft» nehmen Vertretungen des Vereins Gegenseitige Hilfe, des Seniorenrats, der Spitex AareGürbetal, der reformierten Kirche und der Careum Hochschule Gesundheit Einsitz.

Die Projektgruppe entscheidet sich für zwei «Leitsterne» auf dem Weg zur Sorgenden Gemeinschaft:

  • Alle Generationen sorgen, alle nehme Hilfe an.

  • Eine Kultur der gegenseitigen Sorge und Verantwortung prägt das Zusammenleben.

Zudem formuliert sie vier Ziele:

  • Alle, die Hilfe brauchen, wissen, wo sie diese finden.

  • Bestehende Angebote und Anbietende ergänzen sich und sind vernetzt (statt sich zu konkurrenzieren).

  • Anwohnende wissen, wer Hilfe braucht und kümmern sich – auch in Notfällen.

  • Die Menschen kennen die soziale Umgebung in ihrem Quartier.

Mit zwei ersten Umsetzungsideen schliesst die Sitzung.

 

März bis Juni 2020 – Durch Corona-Lockdown gebremst

Bedingt durch die Coronasituation und den Lockdown wird die Idee, in Form von Interviews und Gesprächen mehr über die Bedürfnisse anderer Generationen und Bevölkerungsgruppen zu erfahren, vorläufig zurückgestellt. Der Plan, in verschiedenen Nachbarschaften kleine Quartierfeste anzuregen, wird ebenfalls bis auf Weiteres fallengelassen. Das für den 20. Juni 2020 geplante gemeindeweite Festival der Kulturen, an welchem die Projektgruppe die Auseinandersetzung mit der «Kultur der Sorge» hätte anregen wollen, kann coronabedingt ebenfalls nicht stattfinden.

 

Parallel dazu entwickeln sich während dem Corona-Lockdown in der Gemeinde Münsingen aber verschiedene solidarische Initiativen. Diese werden durch eine enge Zusammenarbeit zwischen etablierten Akteur*innen und neu entstandenen Gruppierungen vor Ort ermöglicht: quasi über Nacht entstehen gemeinsam mit der engagierten Klimajugend verschiedene Einkaufsdienste für ältere Menschen. Zudem erhalten die rund 900 Über-Achtzig-Jährigen einen Telefonanruf von Freiwilligen, damit möglichst niemand ohne Unterstützung dasteht. Die Hinweise auf Unterstützungsmöglichkeiten einerseits, aber noch viel stärker dieser gelebte Ausdruck der Sorge umeinander findet grosse Anerkennung.

Juli 2020 – Die Projektgruppe trifft sich wieder und startet neu

Die Projektgruppe erkennt, wie zentral und gleichzeitig auch schwierig das Thema des Annehmens und Gebens von Hilfe für die meisten Menschen ist. Hierzu tat sich während der Corona-Zeit ein besonders vielfältiges Erfahrungsfeld auf. Deshalb organisiert die Gruppe für September einen Erfahrungsaustausch. Die geringe Resonanz macht aber deutlich, dass das Thema über andere Zugänge wohl besser zu ergründen ist.

Informationen zu den Aktivitäten ab September 2020 finden Sie auf der Unterseite «Aktivitäten».