Rückblick Themenabend "Schutz in belastenden Lebenslagen"
Der Anlass der Sorgenden Gemeinde Belp vom 15. September 2026 stiess auf reges Interesse. Drei Fachpersonen beleuchteten unterschiedliche Formen von Gewalt und zeigten Unterstützungsangebote sowie Handlungsmöglichkeiten auf.
Anna Sonnen stellte die Arbeit der Berner Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt vor. Anhand von Beispielen erläuterte sie Angebote für Betroffene, gewaltausübende Personen, Institutionen und Menschen, die häusliche Gewalt beobachten. Dazu gehören Lernprogramme sowie Informationen zu Anlaufstellen und zum Vorgehen bei häuslicher Gewalt.
Ruth Mettler Ernst, Geschäftsleiterin des Nationalen Kompetenzzentrums Alter ohne Gewalt, richtete den Blick auf ältere Menschen. Sie zeigte auf, dass Gewalt neben körperlichen und psychischen auch strukturelle, institutionelle und kommunikative Formen annehmen kann. Ihr Beitrag verdeutlichte die Bedeutung eines aufmerksamen Hinschauens und frühzeitiger Unterstützung. Das Kompetenzzentrum bietet hierzu Beratung und Hilfe an.
Philippe Gerber, Sozialarbeiter beim Regionalen Sozialdienst Belp, erläuterte den Ablauf einer Gefährdungsmeldung. Er ging darauf ein, welche Handlungsmöglichkeiten bei einer vermuteten Gefährdung bestehen und welche Schritte nach einer Meldung folgen.
Beim anschliessenden Apéro nutzten Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit zum Austausch. Auch die bereitgestellten Informationsmaterialien fanden Interesse. Der Abend sensibilisierte für Gewalt in unterschiedlichen Lebenslagen und machte deutlich, wo Betroffene und Menschen aus ihrem Umfeld Unterstützung finden können.
Text: Karin Brönnimann, Ausschuss Sorgende Gemeinde Belp

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